Sofies Welt
Vor ein paar Wochen habe ich mich zum zweiten Mal an ein Buch gewagt, was ich seit nunmehr schon fast 13 Jahren besitze. Von meinen Eltern ´93 beschenkt und zum Lesen aufgefordert befand ich es als einfach nur langweilig und dazu als noch viel viel langweiliger als alles was ich mir vorstellen konnte an Langeweile. Jetzt – 2006 habe ich noch einen Anlauf gewagt und finde das Buch sehr interessant. Doch worum geht es? Es geht eigentlich um alles. Es geht um das Leben, die Entstehung vom Leben, dem Selbstverständnis als Person. Das Buch wurde von Jostein Gaarder als Kinderbuch konzipiert und das ist eigentlich das einzige Problem, was ich als unwürdiger einfacher Leser kritisieren darf.
Der Autor beschreibt die Geschichte der kleinen Sofie, die von einem mysteriösen Lehrer Unterrichtsstunden in Philosophie bekommt. Während ich mich dabei die ganze Zeit als Kapitalist frage: Wieso gibt der Typ ihr Unterricht? Wieso hat er so viel Zeit? Muss er nicht Arbeiten? komme ich so langsam dahinter:
Er ist gar kein Mensch sondern nur die Figur in einem Buch. In einem Buch was wiederum eine Figur in einem Buch (in diesem Fall in dem Buch Sofies Welt) sich ausdenkt. Die Geschichte in der Geschichte wird von einer gottähnlichen Person (aus Sicht Sofies) geschrieben und die Geschichte dieser Person von Jostein Gaarder selbst. Schnell wirft sich hierbei (schnell ist relativ, weil mehr als 500 Seiten dazwischen liegen) die Frage auf, wo die Grenzen sind und ob nicht auch wir nur die Elemente einer Geschichte sind?
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Fredde
Mar 5, 12:36 AM #
Ich find besonders das Ende toll - was ich wohl hier besser nicht verrate - Erst ist man überrascht aber dann wird einem klar, dass es eigentlich gar nicht anders enden dürfte...